Ein Vorschlag für einen Berufsverband Bürgerbeteiligung.... 



Jörg Sommer leitet die Deutsche Umweltstiftung, schreibt Kinderbücher und bloggt regelmässig über Bürgerbeteiligung. Nun hat er die Veröffentlichung eines Papiers der Deutschen Gesellschaft für PR zum Thema Qualitätssicherung von Bürgerbeteiligungsfragen kritisch kommentiert. Wieso sollen ausgerechnet PR-Fachleute diejenigen sein, die gut von schlechter Bürgerbeteiligung unterscheiden - und dann auch noch entsprechend ihre Bewertung publizieren? Eine ja wohl sehr berechtigte Frage! 

Zumal er berichtet, dass an der Entstehung des Papiers keine Fachleute aus der Bürgerbeteiligungsszene beteiligt gewesen sein sollen. Also nahm er den Vorgang zum Anlass, in seinem Blog die Gründung eines Berufsverbandes Bürgerbeteiligung zu initiieren. Mit überragender Resonanz: schon nach kurzer Zeit gab es über 600 Interessenten und mehrere Arbeitsgruppen. Da kann man nur von Herzen gratulieren und dem Ganzen viel Erfolg wünschen! 

Wer sich dafür interessiert, hier geht es zum Blog: 


und hier kann man sein Interesse anmelden:


....und ein Wunsch für eine "Beteiligungswatch"


Wenn ich mir was wünschen könnte.......

....dann wäre es der Aufbau einer Organisation systematischen Beteiligungswatch, das könnte ja prima unter dem Dach eines solchen Verbandes erfolgen. Denn immer wieder werden Beteiligungsverfahren als PR-Show missbraucht, werden gute Ergebnisse mit fadenscheinigen - oder keinen - Begründungen einfach nicht umgesetzt oder wird der Wunsch nach mehr Beteiligung vom politischen Establishment jeglicher Couleur einfach abgebügelt. Da wäre es schon hilfreich, wenn man sich an eine Institution wenden könnte, die aus professioneller Sicht mindestens das Handwerk "state of the art" kennt und entsprechend Verfahren auch bewerten kann.